Datenschutz entspricht unserem Selbstverständnis

Die Verleihung des eigentlich renommierten Big Brother Awards an Change.org hat uns überrascht. Wir unterliegen in Deutschland deutschem Datenschutzrecht und haben selbstverständlich den Anspruch, uns jederzeit gesetzeskonform zu verhalten. Das entspricht unserem Selbstverständnis als Bürgerrechtsplattform.

Erst vor zwei Monaten haben mehr als 374.000 Change.org-Nutzerinnen und -Nutzer die Netzneutralität in Indien erfolgreich verteidigt. Auch in Deutschland mobilisieren Internetaktivisten zu Netzneutralität, gegen DSL-Drosselung, für die Blogger von Netzpolitik, für die Panoramafreiheit, zur “Free your data”-Kampagne und mehr. Doch dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aller Anliegen aus der Zivilgesellschaft, zu denen sich Menschen auf Change.org engagieren.

Datenschutz entspricht unserem Selbstverständnis

Datenschutz entspricht unserem Selbstverständnis

Seit den Vorwürfen gegen Change.org des ehemaligen Datenschützers Thilo Weichert aus Schleswig-Holstein im letzten Jahr arbeiten wir eng mit Datenschutzexperten und der Berliner Datenschutzbeauftragten zusammen, um sicherzustellen, dass Change.org allen deutschen Datenschutzanforderungen genügt. Der Big Brother Award wurde, so heisst es in dem uns zugegangenen Schreiben, aus drei Gründen an uns verliehen: wie Change.org sich finanziert, wie Change.org verfasst ist und wo Change.org die Daten der Nutzerinnen und Nutzer speichert.

Wir wollen den Anlass nutzen, um unsere Arbeit noch besser zu erklären:

Wie finanziert sich Change.org?

Wir helfen gemeinnützigen Organisationen dabei, ihre Unterstützerschaft auszubauen. Sie können hierfür auf Change.org ihre Kampagnen mit einer kostenpflichtigen Anzeige bewerben und unsere Nutzerinnen und Nutzer um Unterstützung bitten. Gibt eine Nutzerin oder ein Nutzer das Einverständnis, dann - und nur dann - vermitteln wir die E-Mail-Adresse an die jeweilige Organisation. So können Nutzerinnen und Nutzer nicht nur Kampagnen von NGOs zeichnen, sondern zusätzlich weitere Informationen zu den Themen erhalten, die ihnen am Herzen liegen. Die Organisationen wiederum können Kontakte zu interessierten Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre Arbeit knüpfen und ihre Community aufbauen. Auf diese Weise stärken wir Zivilgesellschaft. Zudem können Unterzeichnerinnen und Unterzeichner einzelne Kampagnen, die ihnen wichtig sind, in sogenannten Nutzeranzeigen mit jeweils bis zu 50 Euro bewerben.

Wie ist Change.org verfasst?

Change.org ist ein weltweites Sozialunternehmen und zertifizierte B-Corporation. Unsere Mission, Jedem und Jeder die Möglichkeit zu verschaffen, positiven sozialen Wandel anzustoßen, ist unserem unternehmerischen Anspruch gleichberechtigt und eng miteinander verknüpft. In Deutschland wäre dies vergleichbar mit der gemeinnützigen GmbH. Alle erwirtschafteten Gewinne werden dementsprechend in die Plattform investiert, um sie kostenlos allen Menschen weltweit zur Verfügung zu stellen. Niemand zieht Geld aus Change.org. Im Gegenteil, Change.org ist auch weiterhin auf soziale Investoren angewiesen, die an unsere Mission glauben und in die Stärkung der Zivilgesellschaft investieren wollen.

Change.org ist ein Sozialunternehmen und als solches als B Corp extern zertifiziert.

Change.org ist ein Sozialunternehmen und als solches als B Corp extern zertifiziert.

Wo speichert Change.org die Daten der Nutzerinnen und Nutzer?

Wir erheben so wenig Daten wie irgend möglich. Anders als auf anderen Plattformen braucht man auf Change.org lediglich eine gültige E-Mail-Adresse, um eine Kampagne zu unterstützen. Wir überprüfen weder den Vor- und Nachnamen unserer Nutzerinnen und Nutzer noch fragen wir die komplette Adresse, demographische Daten oder gar Zahlungs- und Bankdaten ab, denn wir sind nicht spendenfinanziert. Die Daten speichern wir zur Zeit tatsächlich in den USA, dem Gründungsland von Change.org. Wir unterstehen aber trotzdem deutschem Datenschutzgesetz. Wir sind eine globale Plattform mit Mitarbeitern in aktuell 23 Ländern. Die Kosten einer jeweils lokalen Speicherung der Daten würde uns aktuell schlicht überfordern.

Lesen Sie auch: "Datenschutz entspricht unserem Selbstverständnis, Teil 2"

Kürzliche Erfolge und weitere Informationen über uns auf einen Blick.