So war die DLD Summer

Vergangene Woche waren wir auf der #DLDSummer. München ist neben Berlin die Stadt für soziales Unternehmertum in Deutschland.

Im Gepäck hatten wir den Impuls „How to Change.org the world" und einen vertiefenden Workshop „DIY – Change the world online".

3 Dinge sind mir wichtig, wenn wir über Online-Mobilisierung sprechen:

  1. Eine Unterschrift unter einer Change.org-Petition ist erst der Anfang einer Kampagne. Kampagnen entwickeln meist dann Wirkmächtigkeit, wenn sie eine Gemeinschaft hinter einem Thema versammeln - selbst für Nischenthemen.
  2. Eine Petition ist Schnittstelle zwischen Online und Offline. Am besten tritt man frühzeitig mit einem Entscheidungsträger in Kontakt und sucht den Dialog, z.B. bei einer Petitionsübergabe. Über Change.org-Kampagnen lassen sich gut medienwirksame Aktionen oder ziviler Ungehorsam organisieren, wie z.B. hier oder hier.
  3. Über Kooperationen wie PetitionPlus (mit abgeordnetenwatch.de) ist eine Petition auf Change.org direkter Kanal zu jedem einzelnen Abgeordneten im Wahlkreis.

Quelle: DLD Summer auf Flickr

Den späteren Workshop hielt ich zusammen mit unserem Campaigner Sebastian Schütz. Hier fokussierten wir vor allem darauf, wie jede und jeder sofort selbst eine Kampagne starten kann. 

Ziel des Workshops war es, dass das Publikum schnell in die Lage versetzt wird, eigene Kampagnen zu entwickeln. Dazu beantworteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende 3 Fragen:

  • Was möchte ich genau erreichen?
  • Welche Geschichte möchte ich erzählen?
  • Welche Anlässe kann ich schaffen, damit meine Kampagne wahrgenommen wird?

Großes Interesse hat die vorgestellte Kampagne von Marianne Grimmenstein gegen das Handelsabkommen CETA geweckt. Die 68-jährige Musiklehrerin aus Lüdenscheid hat mithilfe ihrer Change.org-Petition Deutschlands größte Bürgerklage organisiert - und so mit viel Mühe über 70.000 formale Mitklägerinnen und Mitkläger (per Brief!) gewinnen können.

Frau Grimmensteins Kampagne sorgte für Erstaunen und Begeisterung im internationalen Publikum.

Auch die Aktivistinnen und Aktivisten hinter der Kampagne für ein gutes Teilhabegesetz / #nichtmeingesetz haben wir vorgestellt. Sie haben gezeigt, was möglich ist, wenn man Online- und Offline-Aktionen sinnvoll miteinander verknüpft:

Noch einige Eindrücke vom Workshop:

Bis zum nächsten Mal in München!